Assistenzhunde

  • Blindenführhunde: benötigen ein ruhiges, aber souveränes Wesen. Sie müssen in der Lage sein, alles zu überblicken und weitreichende Entscheidungen treffen. Außerdem lernen sie im Laufe ihrer Ausbildung den intelligenten Gehorsam (sie ignorieren Befehle ihres Besitzers, wenn diese beide in Gefahr bringen würden). Sie sind wie der Name schon sagt, Assistenten Menschen mit Sehbehinderung und führen ihren Menschen mit Hilfe eines Führhundgeschirrs durch den Alltag und somit auch den Straßenverkehr. Er zeigt seinem Menschen Treppenstufen, Bordsteine, Eingänge, Ampeln, Briefkästen etc. an. 

  • Assistenzhunde für LPF: benötigen ein unterwürfiges Wesen und einen starken will to please! Sie sollen Menschen mit körperlichen Einschränkungen im Alltag helfen. Dabei öffnen sie Türen, betätigen Schalter, heben Dinge auf oder holen Dinge aus Schränken, Schubladen etc. Dabei lernt er seinen Menschen im Rollstuhl, mit Krücken oder Prothesen durch den Alltag zu begleiten und übernimmt Aufgaben, die der Assistenznehmer nicht mehr machen kann, dazu gehört auch das an- und aus- ziehen und noch einiges mehr.  

  • Mobilitätsassistenzhunde: benötigen eine ruhige Art und eine robuste Größe. Wie der Name schon sagt, helfen sie Menschen mit Mobilität Schwierigkeiten. Hierbei tragen sie ein Mobilitätsgeschirr, an dem sich der Mensch abstützen und halten kann. Sie geben ihrem Menschen halt, Führung und helfen auch beim Aufstehen.  

  • PTBS-Assistenzhunde: dies ist ein sehr breit gefächertes Gebiet und eine genauso unterschiedliche Hundeauswahl gibt es in diesem Bereich. Ein PTBS-Assistenzhund sollte keinen Wach und Schutztrieb haben. Es wird auch unterschieden, ob der Hund Dissoziationen und Flashbacks/Panikattacken unterbrechen soll oder nicht. Die Hunde sind in der Lage bei Alpträumen zu wecken, das Licht einzuschalten und den Raum zu durchsuchen. Sie können Panikattacken, Flashbacks und Dissoziationen unterbrechen. Sie bringen ihren Menschen an einen ruhigeren Ort, oder führen ihn nach Hause. Schaffen Distanz und können auf Kommando bellen, Türen öffnen oder Personen, die sich von hinten nähern anzeigen. Aber die Hauptaufgabe eines PTBS-Assistenzhundes, ist einfach nur da sein und seinem Menschen das Gefühl zu geben, nicht allein zu sein 

  • Assistenzhunde für Menschen mit psychischen und psychiatrischen Erkrankungen: Assistenzhunde für Menschen mit Schizophrenie, Essstörungen, schweren Depressionen, Biopolarer Störung und Borderline erlernen Aufgaben, um ihren Menschen z.B. von selbstverletzendem Verhalten abzulenken, auf einen persönlichkeitswechsel aufmerksam zu machen und aufzumuntern. Sie führen ihren Menschen dafür zum Beispiel an einen sicheren Ort, zu einer Bank oder nach Hause. Schalten das Licht ein oder holen Skills.  
  • Diabetikerwarnhunde: Bei den Warnhunden gilt Vorsicht, nicht jeder Warnhund ist automatisch ein Assistenzhund. Und nicht jeder Assistenzhund kann warnen, dies ist entweder angeboren oder eben nicht. Diabetikerwarnhunde warnen einen Typ1 Diabetiker rechtzeitig vor einer drohenden Unterzuckerung und Überzuckerung. Nicht nur Diabetikerwarnhunde, auch andere Warnhunde können täglich das Leben ihres Menschen durch rechtzeitiges warnen retten.

  • Signalhunde: Der Signalhund ist das Gegenteil eines Warnhundes, während Warnhunde lediglich mit den Ohren auf Geräusche reagieren, zeigen Signalhunde diese an, indem sie in deren Richtung schauen und ihren Menschen zum Geräusch führen, oder rufe signalisieren. Signalhunde helfen damit gehörlosen oder stark schwerhörigen Menschen, ihren Alltag angenehmer zu gestalten. 

  • Epilepsiewarnhunde: Auch hier gilt wie bei den Diabetiker Warnhunden die Vorsicht. Epilepsiewarnhunde sind in der Lage, fokale Anfälle vorher zu erkennen und sagen ihrem Besitzer rechtzeitig Bescheid. Oft ist der Besitzer dann in der Lage, vorher ein entsprechendes Medikament zu nehmen und den Anfall entweder ganz oder teilweise zu verhindern oder abzuschwächen. 

  • Epilepsieanzeigehunde: Ein Epilepsieanzeige Hund kann nicht vorher warnen. Aber er kann zum Beispiel bei generalisierten Anfällen, im Falle eines Anfalls Hilfe holen oder die Aufmerksamkeit auf den Epileptiker ziehen. 

  • Asthmawarnhunde: Asthmawarnhunde warnen ihren Besitzer vor einem bevorstehenden Asthmaanfall, damit dieser noch rechtzeitige Maßnahmen ergreifen kann, um schlimmeres zu verhindern. 
  • Medizinische Warnhunde/Anzeigehunde: Medizinische Warnhunde/Anzeigehunde helfen bei verschiedenen Erkrankungen wie Narkolepsie, Addison Krisen und Herzerkrankungen bedrohliche Situationen zu erkennen und holen im Notfall Hilfe oder betätigen einen Notfallknopf. 

  • Schlaganfallwarnhunde: Schlaganfallwarnhunde sind in der Lage Menschen, die bereits einen Schlaganfall hatten, vor einem weiteren rechtzeitig zu warnen, oder aber bei einem Menschen mit hoher Schlaganfallwahrscheinlichkeit, diesen rechtzeitig zu warnen. So ist der Patient in der Lage bereits den Notruf zu betätigen, bevor er das Bewusstsein verliert. 

  • Autismus Hunde: Autismus Hunde können Kindern oder Erwachsenen durch verschiedene erlernte Assistenzleistungen helfen wie z.B. bei Melt Downs beruhigen, in Menschenmengen Sicherheit geben oder Bescheid geben, wenn das Kind weg läuft und sich in den Weg zu stellen. 

  • FAS-Assistenzhunde: FAS-Assistenzhunde helfen Kindern, die vom FAS-Syndrom betroffen sind. Ihre Aufgabe ist es, Kinder zu beruhigen und bei Reizüberflutungen runter zu fahren. Oder auch aus Situationen heraus, an sichere Orte zu bringen.  

  • Allergieanzeigehunde: Allergieanzeigehunde helfen bei einer schwerwiegenden, lebensbedrohlichen Allergie den Allergieauslöser rechtzeitig anzuzeigen oder aber zu kontrollieren, ob sich eine Allergie auslösender Stoff in einem Lebensmittel befindet. Hierfür benötigen wir Hunde, die sehr gern mit ihrer Nase arbeiten und einen großen „will to please“ haben. 
  • Demenz-Assistenzhunde: dies ist ein ruhiger Hund, der sehr leicht führig ist, aber durchaus Verantwortung übernehmen kann. Denn hier geht es auch darum, Angehörigen anzuzeigen, wenn der erkrankte unangemeldet die Wohnung/Haus verlässt. Auch können Demenzassistenzhunde im Alltag helfen, dies ist aber nicht die Hauptaufgabe. Denn hauptsächlich sind sie dafür da, um dem Menschen Nähe und Wärme zu geben